N°7/8KULTUR | 29.06.21

Salvatore Vitale: Regime nationaler Sicherheit

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VON MARGIT NEUHOLD

Margit Neuhold ist Redakteurin bei Camera Austria International.

Als die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung 2014 für die Volksinitiative »Gegen Masseneinwanderung« stimmte, machte es sich der in die Schweiz migrierte Salvatore Vitale zur Aufgabe, mit dem Ergebnis zu arbeiten: Sehr bald kristallisierte sich der Begriff Sicherheit als Gegenstand seiner visuellen Untersuchung heraus; sie umfasst das individuelle Sich-sicher-Fühlen genauso wie Sicherheit auf nationaler Ebene. 

Die vermeintlichen, realen oder potenziellen Gefahren reichen von Migrationsbewegungen, Cyberangriffen oder Terroranschlägen bis zu Nuklear- oder Ölkatastrophen sowie Pandemien. 

Mit einem Netzwerk an Akteuren untersuchte und visualisierte Salvatore Vitale in seinem Forschungsprojekt How to Secure a Country (2014–2019) das Phänomen der Sicherheit und deren Institutionalisierung. Die verschiedenen Themenblöcke sind in visuelle Cluster gegliedert: Grenzen und Zoll; Polizei, private Sicherheitsdienste und Waffen; Streitkräfte und Zeremoniell; Cybersicherheit; Rechenzentren und Bunker; Wettervorschau und Hochleistungsrechner; Drohnen und Robotertechnik; Schweizer Sicherheitsanlagen und internationale Unternehmen. Die entstandenen Bilder – links etwa ein Kontrollraum der kantonalen Polizeieinsatzleitung Zürich zur Überwachung der Autobahnen in der Region – sind an ein Regelwerk gebunden, was zu fotografieren möglich und erlaubt war. 


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