N°7/8| REZENSIONEN | 27.06.20

Geistesarbeit mit Hegel

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VON JANA VOLKMANN

Dietmar Dath
HEGEL
100 Seiten
Reclam, 2020, 100 Seiten
EUR 10,30 (AT), EUR 10,00 (DE), CHF 14,50 (CH)


Dietmar Dath veröffentlicht Romane, Biografien, Essays und Sachbücher. Er ist Kommunist und schreibt für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, seine Science-Fiction-Romane erscheinen bei Suhrkamp. »Halbwegs fleißig«, heißt es über ihn in der offiziellen Autorenbiografie in seinem neusten Buch. Für seine Produktivität wird er oft ehrfürchtig belächelt, besonders auf der 280-Zeichen-Plattform Twitter. Neben der ganz langen Form (seine jüngst erschienene Science-Fiction-Abhandlung Niegeschichte, rezensiert in der Märzausgabe des TAGEBUCH, misst fast 950 Seiten) beherrscht er auch die ganz kurze. In einer auf konzise Einführungen spezialisierten Reclam-Reihe erschien bereits ein Beitrag Daths zu Superhelden – und einer zu Karl Marx. Nun widmet sich ein weiterer Band Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Zentralgestirn des Deutschen Idealismus. Dass heuer Hegel-Jahr ist, bekommt man bisher kaum mit. Im August ist der 250. Geburtstag des Philosophen, da und dort wird Neues publiziert, aber im Vergleich zum Marx-Jahr 2018 oder zum Luther-Jahr davor ist der Trubel bescheiden. Hegel fände das wahrscheinlich in Ordnung.


WÖRTER: 531

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