N°12POLITIK | 31.10.19

Die kommende Krise

Weltweit zeichnet sich ein deutlicher Rückgang der wirtschaftlichen Dynamik ab. Deutschland, die größte Volkswirtschaft Europas, wies bereits im zweiten Quartal des Jahres 2019 ein leicht negatives Wachstum auf.

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VON JOHANNES JÄGER


Im elften Jahr nach der folgenschweren Krise von 2008 steht Europa mitten in einem Abschwung. Die Wachstumsraten in den weltweit größten Wirtschaften USA und China sind deutlich rückläufig, der internationale Handel reduzierte sich zuletzt drastisch. Laut jüngster Prognose der Welthandelsorganisation WTO dürfte sich das Wachstum des globalen Handels von noch drei Prozent im Jahr 2018 auf 1,2 Prozent in diesem Jahr deutlich verringern. Vor diesem Hintergrund zeigen sich auch in Europa erste Anzeichen für eine neuerliche Krise. Dies umso mehr deshalb, weil angesichts der schwächelnden europäischen Binnennachfrage die Exportabhängigkeit des Kontinents unverändert hoch ist. Im zweiten Quartal verringerte sich das Wirtschaftswachstum auf 1,2 Prozent im Jahresabstand. Deutschland, das am stärksten auf außereuropäische Märkte orientierte Land der EU, ist davon am meisten betroffen, wobei der Handel insbesondere im Bereich der Maschinen und Ausrüstungsgüter zuletzt stark zurückgegangen ist. Die Unternehmen reduzieren ihre Investitionstätigkeiten.


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