Astralleiber im Zwielicht

von Andrea Heinz

528 wörter
~3 minuten
Astralleiber im Zwielicht
Rosmarie Waldrop
Pippins Tochters Taschentuch
Suhrkamp, 2021, 265 Seiten
EUR 24,70 (AT), EUR 24,00 (DE), CHF 34,50 (CH)

»Nicht gerade ermutigend«, schrieb Rosmarie Waldrop über die Reaktionen auf ihren 1986 erschienen Roman Pippins Tochters Taschentuch. Die 1935 im fränkischen Kitzingen am Main geborene Waldrop, die in den 1950er Jahren mit ihrem Ehemann in die USA emigrierte und den Verlag Burning Deck Press gründete, ist vor allem als Lyrikerin bekannt. Wer, so schreibt Ann Cotten, in deren (großartiger!) Übersetzung der Roman nun bei Suhrkamp erschienen ist, »in den USA in irgendeiner Weise mit experimenteller Poetik beschäftigt ist, kommt an Rosmarie Waldrops Werk nicht vorbei«. Das wurde dem Buch vorgeworfen: Es sei kein richtiger Roman, sondern der »einer Lyrikerin«. Ein Fehlurteil – genau das, Waldrops ungemein feines, handwerklich avanciertes Gespür für Sprache, macht das Buch nicht nur zu einem Roman, sondern zu einem herausragenden noch dazu!

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