Im pathologischen Normalbetrieb

von Benjamin Opratko

Illustration: Aelfleda Clackson

Die Staaten Europas reagieren auf Energiekrise, Krieg und Teuerung. In Österreich dagegen ist der Ernst der Lage noch nicht angekommen.


975 wörter
~4 minuten

Wer dieser Tage den österreichischen Politik- und Medienbetrieb beobachtet, kann leicht den Eindruck gewinnen, dass die Weltgeschichte an diesem kleinen Land vorbeizieht. Während rundherum um politische Grundsatzentscheidungen gerungen wird, herrscht trotz des Krieges und der Krise hierzulande weitgehend Normalbetrieb. Die Debatte ist geprägt von markigen Sprüchen gegen Geflüchtete (»Das Maß ist voll in Österreich«, Bundeskanzler Karl Nehammer, ÖVP) und Fragen um die Maskenpflicht im Lebensmittelhandel oder spekulative Wahlarithmetik (»Wem schadet die Bierpartei am meisten?«). Die großen Themen – galoppierende Teuerung, Energiekrise, Krieg – bieten bloß Anlass zu salbungsvollen Worten und wohlfeilen Gesten in Politikerreden.

Jetzt weiterlesen? Das sind Ihre Optionen.

AKTUELLES
HEFT KAUFEN

Jetzt kaufen
Erhalten Sie um nur 8,50 Euro Ihren Online-Zugang zu allen Beiträgen dieser Ausgabe. Das gedruckte Heft erreicht Sie demnächst per Post.

JETZT
ABONNIEREN

Zu den abos
Mit einem Abo lesen Sie das TAGEBUCH online unlimitiert. Jede gedruckte Ausgabe erhalten Sie, je nach Modell, bequem per Post. Ab 29 Euro.
1

    Warenkorb

    Spenden €5 - Monatlich
    1 X 5 / Monat = 5 / Monat