Herrschaft, Gewalt, Staat

Am 1. August wäre Pierre Bourdieu 90 Jahre alt geworden. Jens Kastner würdigt »den bedeutendsten Soziologen Frankreichs« (FAZ) in dieser Ausgabe umfassend (Seite 46): in seiner Rolle als junger Wissenschafter auf Feldforschung in Algerien, als Impulsgeber der globalisierungskritischen Bewegung und schließlich und in der Hauptsache als beständigen Analytiker und Kritiker von Herrschaft, Gewalt und Staat.

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Von Samuel Stuhlpfarrer

Eine Stadt im Aufruhr

Das Rote Wien konnte der Metropole des Elends mit einem großen Wohnbauprogramm und einer offensiven Fürsorgepolitik eine Perspektive geben. Darin liegt der Ursprung des bürgerlichen Wien-Ressentiments.

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Von Alfred Pfoser

Soziologie als Politik 

Am 1. August wäre der französische Soziologe Pierre Bourdieu 90 Jahre alt geworden. Sein Denken hält nach wie vor zentrale Instrumente linker Gesellschaftstheorie und -kritik bereit.

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Von Jens Kastner

Ernst Fischer über Paul Celan

An dieser Stelle dokumentieren und kontextualisieren wir Beiträge aus fast fünf Jahrzehnten TAGEBUCH. In dieser Ausgabe: ein Nachruf von Ernst Fischer auf den im April 1970 verstorbenen Lyriker Paul Celan.

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Wiener Tagebuch Nummer 6
Juni 1970

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Die Kultur der Ablehnung

Nicht erst seit der Corona-Krise greift eine Sicht auf die Welt um sich, die eine Haltung der Ablehnung in sich trägt. Woher sie kommt und was sie uns zu sagen hat.

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Von Benjamin Opratko

Wie die Linke das Misstrauen verlor

In Corona-Zeiten ergreift die Lust an der Unterordnung auch die Linke. Dabei wäre Misstrauen gerade jetzt gefragt.

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Von Florian Mühlfried

Tradition verpflichtet

Der Neoliberalismus war immer offen für autoritäre Herrschaft. Heute tritt uns weltweit, in Österreich besonders deutlich, eine neue Generation neoautoritärer Politiker entgegen.

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Von Berthold Molden

Da braut sich was zusammen 

Die Covid-19-Krise führte an den britischen Universitäten zu mehr Online-Unterricht. EdTech-Firmen nutzen diese Entwicklung für eine aggressive Expansion, die Milliardengewinne verspricht.

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Von Mariya P. Ivancheva

Auf zum grünen Festungskapitalismus

Die EU-Pläne für einen umfassenden »grünen« Wiederaufbauplan zur Bewältigung der Corona-Krise werfen eine zentrale Frage auf: Erleben wir gerade das Ende oder die Erneuerung des Neoliberalismus?

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Von Lukas Oberndorfer

Königreich der Widersprüche

Die Covid-19-Pandemie und der darauffolgende Ölpreisschock haben die Schwächen der saudischen Petroökonomie offengelegt. Einfach wird die ökonomische Talfahrt Saudi-Arabiens nicht zu überwinden sein.

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Von Tyma Kraitt

Nationalismus zwischen Meer und Karst

Triest ist nicht nur Sehnsuchtsort für Nostalgiker der k. u. k-Ära, sondern auch einer der zentralen Gedenkorte des italienischen Nationalismus. Die Versuche, den italienischen Charakter der Stadt symbolisch zu sichern, prägen das Stadtbild bis heute.

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Von Peter Korig

Die Legende des Ronald M. Schernikau

Am 11. Juli wäre Ronald M. Schernikau 60 Jahre alt geworden. In seinen Texten verbindet der 1991 an den Folgen einer HIV-Infektion verstorbene Schriftsteller oft diametrale Positionen – realisierbar in seinem literarischen »Sehnsuchtsland DDR«.

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Von Barbara Eder

Der bayerische Peppone

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VON CHRISTOPHER WIMMER

Helden, brüchig und mächtig

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VON JUSTIN WINKLER

Leben im Ehe-Danach

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VON ANDREA HEINZ

Kafkas Lieblingsschwester

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VON JANKO FERK

KPÖ – die ersten Nachkriegsjahre

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VON HEIMO HALBRAINER

Geistesarbeit mit Hegel

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VON JANA VOLKMANN

Goldschmidt-Variationen

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VON HAZEL ROSENSTRAUCH

»Die Plünderungen sind rational«

Asad Haider unterrichtet Philosophie an der New School for Social Research in New York City.Ein Gespräch über rassistische Polizeigewalt und immanente Ungleichheiten, die Unfähigkeit der liberalen Eliten in den USA und über historische Beispiele für race-übergreifende Solidaritäten unter Ausgebeuteten.

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Loren Balhorn im Gespräch mit Asad Haider

 

Gegen das Recht des Stärkeren

Nicht jeder Polizist muss bewaffnet sein – das zeigen viele Länder vor. Die Gewalt aber geht nicht weg, bloß weil die Polizei zusperrt.

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Von Philipp Sonderegger

Keine Waffen, keine Gewalt

Gegen rassistische Staatsgewalt hilft keine Reform der Polizei, sondern die Einschränkung ihrer Aufgaben und Befugnisse. Bis hin zu ihrer Abschaffung.

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Von Angelika Adensamer

»Diese Zeilen brechen Wände«

In der Debatte um den Rapper Haftbefehl ist der gleiche Mix aus Exotisierung und Ablehnung wiederzufinden, mit dem schon seit Jahren über Integration geredet wird. Anfang Juni ist sein neues Album DWA erschienen.

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Von Mahdi Rahimi

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