Neuversuche

 

Der zweite Corona-Herbst bricht an, und er wird, so viel scheint sicher, mit der vierten Welle der Pandemie zusammenfallen.

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Von David Mayer

Die Letzten, die noch ans System glauben

Birgit Hebeins Parteiaustritt stößt eine Debatte über den Zustand der Grünen an – und wirft ein Schlaglicht auf die Rolle der Linken innerhalb der Regierungspartei.

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VON FLORA PETRIK

»1977 ist der Herbst der Revolution«

In seinem neuen Buch 1977 macht der Schweizer Historiker Philipp Sarasin in ebendiesem Jahr den Kulminationspunkt revolutionärer Hoffnung aus. Ein Gespräch über das Ende linker Gewissheiten, Identität als Phantasma und darüber, warum die Ramones Punk sind.

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KARSTEN KRAMPITZ IM GESPRÄCH MIT PHILIPP SARASIN

Frühe Großdemo gegen den Neoliberalismus

 

Der »Solidarity Day march« im September 1981 gehört heute noch zu den größten Demonstrationen, die je in Washington, D.C. stattgefunden haben.

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VON DAVID MAYER

Sie nannten sich die 99 Prozent

 

Im Oktober 2011 besetzten Tausende Menschen einen Park in der New Yorker Wall Street. Die Protestbewegung Occupy erlangte weltweit Aufmerksamkeit. Zehn Jahre später hört man nichts mehr von ihr. Scheiterte die Bewegung an sich selbst?

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VON RODRIGO NUNES

Die Verhältnisse klarer sehen.

Jeden Monat aufs Neue.

Beton oder Zukunft 

Seit Anfang September blockieren Aktivistinnen und Aktivisten die Baustellen der Lobau-Autobahn in Wien. Dabei geht es nicht nur um eine Straße, sondern um einen Richtungsentscheid.

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VON SOPHIE LAMPL

Kein Ende des ewigen Krieges 

Der Rückzug der amerikanischen Truppen aus Afghanistan bedeutet nicht das Ende des US-geführten »Krieges gegen den Terror«. Er ist Teil seiner Neuerfindung.

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VON SAMUEL MOYN

Ein Hafen für die Linke

Seit 25 Jahren trotzt der Wiener Mandelbaum Verlag erfolgreich allen Krisen. Zum Jubiläum wird das Ein-Personen-Unternehmen zur Genossenschaft. Ein Porträt.

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VON LISA KREUTZER

»Für die Überwindung des Kapitalismus wird die Zeit knapp«

 

Die US-amerikanische Autorin Kate Aronoff gilt als wortstarke Advokatin eines Green New Deal. Ein Gespräch über den Zusammenhang zwischen Occupy und der wirtschaftspolitischen Agenda Joe Bidens, »nicht-reformistische Reformen« und den Green New Deal als Versprechen eines besseren Lebens.

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DAVID MAYER IM GESPRÄCH MIT KATE ARONOFF

Gegen die Ethnisierung sozialer Bewegungen 

 

Seit Sommer bereisen Delegationen der Ejército Zapatista de Liberación Nacional (EZLN) Europa. Der Besuch erinnert uns daran: Die Zapatistas sind eine sozialrevolutionäre Bewegung.

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VON JENS KASTNER

Der Zapatismus hat sich verändert 

 

Der Zapatismus muss in seiner Geschichte verstanden werden. Das indigene Element war von Beginn an grundlegend, hat sich aber zuletzt verstärkt.

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VON GERARDO MONTES DE OCA

Engels als Ethnologe und Historiker

 

Der Wiener ADV-Verlag der Gruppe »Der Funke« hat einen Klassiker der marxistischen Literatur neu aufgelegt: Engels’ Ursprung der Familie, des Privateigenthums und des Staats.

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VON RICHARD SCHUBERTH

Das Gegenteil von Belle Époque

 

In Barbi Markovićs neuem Roman ist eine Gruppe Jugendlicher im Belgrad der Allneunziger gefangen – dazu gibt es eine Rollenspiel-Anleitung. Ein Zeitreisetrip, ein unvergessliches Abenteuer.

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VON JANA VOLKMANN

Links liegen gelassen

 

Am 9. September verstarb der frühere sozialdemokratische Innenminister Caspar Einem. Seine Feinde saßen nicht nur in der FPÖ und bei der Kronen Zeitung, sondern auch in der eigenen Partei.

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VON TRAUTL BRANDSTALLER

Mühsam in Wien

 

Der Anarchist und Schriftsteller Erich Mühsam war mehrmals in Wien zu Besuch. Zuletzt vor ziemlich genau neunzig Jahren.

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VON ANDREAS PAVLIC

Frau Puhms Lied

 

Beim Arbeitsmarktservice war sie bislang nur: Frau, über fünfzig, einstige Qualifikationen nicht dem heutigen Stand entsprechend – daher schwer vermittelbar.

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VON ANNA-ELISABETH MAYER

Stadtflucht in Briefen

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Von Marlen Hobrack

ML und Jugendkultur

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Von Berthold Unfried

Augsburger Gespensterkiste

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Von Stefan Schmitzer

Identitätspuzzle

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Von Norma Schneider

Schmerz und Arbeit

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Von Trautl Brandstaller

Eins zu null für Honneth

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Von Jens Kastner

Philosoph der Praxis

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Von Benjamin Opratko

Helden und / oder Opfer?

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Von Wolfgang Häusler

Massao Mascaro: Tragischer Held

Ein mit Graffiti besprühtes, fix installiertes Wertkartentelefon mit nach unten baumelnden Telefonhörern – es scheint aus der Zeit gefallen und gibt Rätsel auf. Demgegenüber eine Fotografie, in der sich Menschen im Meer tummeln oder an einer felsigen Küste verweilen.

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Von Margit Neuhold