Niederlage als Chance

von Samuel Stuhlpfarrer

Illustration: Aelfleda Clackson

Dass der nächste französische Präsident nicht Jean-Luc Mélenchon heißt, schadet weniger, als man denken könnte.


383 wörter
~2 minuten

Groß war die Enttäuschung nach dem knappen Ausgang des ersten Durchgangs der französischen Präsidentschaftswahlen Anfang April. Nur etwas mehr als 400.000 Stimmen fehlten Jean-Luc Mélenchon am Ende auf den zweiten Platz. Hätte nur, so die einfache Rechnung, Fabien Roussel von der Kommunistischen Partei (PCF) auf seine Kandidatur verzichtet, wären die Stichwahlen vom vorvergangenen Sonntag mit einem linken Kandidaten über die Bühne gegangen. Die Dichotomie zwischen liberalem Zentrum und extremer Rechter wäre, für einen Moment zumindest, aufgebrochen gewesen. So aber führte die Fragmentierung der französischen Linken (rechnet man den Grünen Yannick Jadot mit ein, kommt man auf sechs Kandidaturen links der Mitte) dazu, dass sich am 24. April ­Emmanuel Macron erneut mit der extrem Rechten Marine Le Pen duellierte.

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