Hundstage

von Matthias Schnetzer

DATENDRANG #3 | Wie steht es um die Hitzetage in Österreich?


242 wörter
~1 minuten

Und wieder ist ein Rekord gebrochen: Seit Beginn der Aufzeichnungen waren die Weltmeere noch nie so warm wie 2023, gleichzeitig schmilzt das arktische Eis schneller, als es bisherige Prognosen haben befürchten lassen. Auch an Land jagt ein Extremwert den nächsten. In den vergangenen beiden Jahren wurden historische Hitzerekorde in Serie übertroffen, unter anderem in Großbritannien, Spanien, Italien und Kanada. Die Klimakrise ist voll im Gange, extreme Wetterereignisse häufen sich rund um den Globus, und ganze Ökosysteme drohen aus dem Gleichgewicht zu geraten.

In Österreich sind massiver Gletscherschwund, lange Dürreperioden oder niedrige Wasserpegel die sicht- und messbaren Folgen des Klimawandels. Auch die Zahl der jährlichen Hitzetage mit 30 Grad oder mehr ist in den letzten Jahrzehnten in allen Landesteilen stark gestiegen. In Wien gab es in den 1970er-Jahren durchschnittlich rund acht Hitzetage pro Jahr, in den 2010ern waren es bereits 28. Der Höchstwert wurde mit 42 Hitzetagen im Jahr 2015 gemessen. In Innsbruck zählte man im selben Jahr sogar 45 Tage mit Temperaturen von über 30 Grad.

Die Klimakrise ist stark mit der sozialen Frage verknüpft. Die Emission klimaschädlicher Treibhausgase variiert entlang der Einkommens- und Vermögensverteilung, wobei einzelne Überreiche mit ihren Privatjets und Yachten den ökologischen Fußabdruck einer ganzen Kleinstadt in den Schatten stellen. Auf der anderen Seite sind die Möglichkeiten, sich von den Folgen des Klimawandels zu schützen und die nötigen Klimainvestitionen zu finanzieren, ungleich verteilt. Die ökologische Transformation muss auch eine soziale sein.

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