Streifzug mit blindem Auge

von Simon Stockinger

441 wörter
~2 minuten
Streifzug mit blindem Auge
Alberto Toscano
Spätfaschismus
Rassismus, Kapitalismus und autoritäre Krisenpolitik
Unrast, 2025, 212 Seiten
EUR 21,50 (AT), EUR 19,80 (DE), CHF 26,80 (CH)

Der Philosoph Alberto Toscano leitet sein Buch Spätfaschismus als spurensuchenden »Metakommentar zum Faschismus unserer Zeit« ein. Seine theorieaffine »Aufzeichnung eines Streifzugs« durch das antifaschistische Denken bespricht sowohl Evergreens wie Theodor W. Adornos Studien zum autoritären Charakter oder Leo Löwenthals Falsche Propheten als auch spannende vernachlässigte Positionen. So rekonstruiert Toscano anhand radikaler schwarzer Theoretiker:innen in den USA der 1970er-Jahre – etwa Angela Y. Davis und Ruth Wilson Gilmore – das Konzept des »racial facism«: das institutionelle Gefüge eines rassistischen Polizei- und Gefängnisstaates, der inmitten der Demokratie existieren kann und von schwarzen Menschen als »Alltagsfaschismus« erlebt wird, während er Weißen einen »psychologischen Lohn des Weißseins« garantiert und damit als Bewältigungsideologie ökonomischer Krisen fungiert.

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