Wir melden uns mit schlechten Nachrichten. Die nächste Woche erscheinende Ausgabe N°2/2026 ist die letzte des TAGEBUCH. Aufgrund anhaltender wirtschaftlicher Probleme sehen wir uns dazu gezwungen, das Erscheinen unserer Zeitschrift einzustellen.
Als wir das TAGEBUCH 2019 ins Leben gerufen haben, taten wir es im Wissen, »mit einer entschieden linken Monatszeitschrift in Österreichs medialer Mondlandschaft so etwas wie eine Raumstation zu sein«, wie Jana Volkmann in der letzten Ausgabe schreibt. Nun ist uns die Luft ausgegangen: Die Zahl der Abonnements sinkt seit zwei Jahren kontinuierlich, im gleichen Zeitraum stiegen die Ausgaben für die Produktion der Hefte signifikant; für 2026 sind weitere Kostensteigerungen absehbar.
Dazu kommt, dass das TAGEBUCH von Anfang an nicht jene Zahl an Abonnent:innen hat erreichen können, die für ein sorgenfreies Arbeiten nötig gewesen wäre. Wir haben dieser Entwicklung in den letzten Jahren beständig getrotzt – wobei uns dabei oft weniger wirtschaftliche Vernunft als politische Überzeugung angetrieben haben. Heute steht es um unseren Verlag nicht zum Besten und wir werden den laufenden Betrieb mit einem Minus von mehreren zehntausend Euro einstellen. Deshalb bitten wir Sie auch um Hilfe: Wenn Sie uns in dieser Situation noch einmal unterstützen können und wollen, freuen wir uns über Ihre Spende:
Tagebuch Verlag GmbH
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Verwendungszweck: Spende
Es schmerzt uns sehr, diesem Projekt der Gegenöffentlichkeit ausgerechnet zum gegenwärtigen politischen Zeitpunkt ein Ende setzen zu müssen. Zugleich sind wir stolz darauf, sechs Jahre lang mit Reportagen, Essays, Interviews und Kommentaren kritisch in die österreichische und deutschsprachige Medienlandschaft interveniert zu haben. Ohne die vielen Autor:innen, die ihre Themen eingebracht, Gespräche geführt und Texte verfasst haben, wäre das nicht möglich gewesen. Gleiches gilt auch für unsere Fotograf:innen und Illustrator:innen.
Die nunmehr letzte Ausgabe des TAGEBUCH erscheint am 6. Februar und kann ab sofort vorbestellt werden.
Wir sagen allen TAGEBUCH-Leser:innen, Abonnent:innen und Follower:innen ein herzliches Dankeschön für den unterstützenden wie kritischen Austausch. Wir schließen das TAGEBUCH – wir bleiben in Auseinandersetzung.
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