Ibrahim hatte erst vor wenigen Stunden das Licht der Welt erblickt, als sich ein Shitstorm gegen ihn zusammenbraute. Die Veröffentlichung des Vornamens des diesjährigen Kärntner Neujahrsbabys reichte aus, um rassistische Schimpftiraden in den sozialen Medien zu provozieren. Ich fühlte mich sofort an den ersten Tag des Jahres 2018 erinnert, als die Geburt des Wiener Neujahrsbabys Asel eine Flut an Hasskommentaren auslöste. Im Gedächtnis geblieben ist mir vor allem der darauffolgende »Flower Rain«, also das massenhafte Zusenden von Willkommensnachrichten, Glückwünschen und virtuellen Blumen. Tausende Menschen unterstützten die von der Caritas Wien initiierte Online-Aktion und überdeckten so die Hasspostings.
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